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Newsletter Tierrechte Nr. 01/12 vom 13.01.2012

13.01.2012

Inhalt

  • Kampagnen-Ende: Bitte unterzeichnen Sie gegen Tierqual-Kosmetik
  • Tierverbrauch im Studium: Mainzer Alternativangebot schlägt mediale Wellen
  • InterNICHE: Neuer Webauftritt
  • Multiresistente Keime im Hühnerfleisch: NRW startet Antibiotika-Datenbank
  • Demoaufruf: "Bauernhöfe statt Agrarindustrie" in Berlin
  • Österreich: Wildtierverbot in Zirkussen bleibt bestehen
  • NRW plant Reform des Landesjagdgesetzes
  • Sexueller Missbrauch von Tieren: Demo und Unterschriftensammlung
  • Zajac startet Welpen-Verkauf
  • Termine: Demo "Bauernhöfe statt Agrarindustrie", VeggieWorld, u.a.

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Kampagnen-Ende: Bitte unterzeichnen Sie gegen Tierqual-Kosmetik

Vor fast genau einem Jahr startete der Bundesverband zusammen mit seinen Partnerorganisationen die EU-weite Kampagne "Nein zu Tierqual-Kosmetik". Hintergrund: Ab 2013 soll die letzte Stufe des Vermarktungsverbots für in Tierversuchen getestete Kosmetika in Kraft treten, doch die Europäische Kommission überlegt, diesen Termin zu verschieben – was weltweit den Tod zigtausender Kaninchen, Meerschweinchen, Ratten und Mäusen zur Folge hätte. Mittlerweile haben fast 150.000 Menschen die Petition "Nein zu Tierqual-Kosmetik" unterzeichnet. Falls Sie noch nicht unterschrieben haben, bitte tun Sie dies. Die Kampagne läuft noch bis zum 18. Januar.

Hier können Sie die Petition unterzeichnen:
www.nocruelcosmetics.org

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Tierverbrauch im Studium: Mainzer Alternativangebot schlägt mediale Wellen

Im November 2011 trafen sich Vertreter des Bundesverbandes mit dem  Zoologie-Professor Jürgen Markl und dem Vize-Präsidenten der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Prof. Ulrich Förstermann,  zu einem Gespräch über den Tierverbrauch im Biologie-Studium. In diesem Gespräch einigte man sich darauf, die Studierenden des Studienganges Biologie von der Sezierpflicht im Fach Zoologie zu befreien und, dass es zukünftig auch möglich sein wird, das Physiologie-Praktikum tierverbrauchsfrei zu absolvieren.

Dazu berichteten nun auch Die Zeit und Spiegel Online mit umfassenden Artikeln zum Tierverbrauch im Studium. Hier lesen Sie die Artikel:
www.zeit.de
www.spiegel.de

Der Stifterverband für die deutsche Wissenschaft startete jetzt eine Web-Umfrage "Tiere sezieren im Studium – ja oder nein?" Unter dem folgendem Link können Sie an der Abstimmung teilnehmen: stifterverband.org
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InterNICHE: neuer Webauftritt

Die Partnerorganisation des Bundesverbandes das Internationale Netzwerk für humane Ausbildung InterNICHE, hat diese Woche seine neue Webseite online gestellt. Im Zentrum stehen Alternativen zu Tierversuchen in der medizinischen, veterinärmedizinischen und biologischen Aus- und Weiterbildung.

Mehr Infos unter:
www.interniche.org
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Multiresistente Keime im Hühnerfleisch: NRW startet Antibiotika-Datenbank

Nach der kürzlich veröffentlichten alarmierenden Studie des nordrhein-westfälischen Landesamtes für Umwelt, Natur und Verbraucherschutz (LANUV) zum Antibiotika-Einsatz in der Hühnermast nach der fast jedes Masthuhn während der kurzen und tierquälerischen Mast mit Antibiotika behandelt wird, sorgt nun eine Untersuchung der Umweltorganisation BUND für Aufregung. Sie ergab, dass mehr als die Hälfte aller untersuchten Hühnerfleisch-Proben Krankheitserreger enthält, die gegen etliche Antibiotika resistent sind.

Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) legte daraufhin diese Woche einen Entwurf zur Änderung des Arzneimittelgesetzes (AMG) vor, der das Ziel habe, den Einsatz von Antibiotika zu reduzieren. NRW-Verbraucherschutzminister Johannes Remmel kritisierte die Aigner-Pläne als völlig unzureichend, sie seien eine Mogelpackung und schüfen nicht die notwendige Transparenz hinsichtlich der Antibiotika-Ströme. Noch sorgten sie für konkrete Antibiotika-Reduzierungsziele bzw. das  Ziel einer grundsätzlich antibiotikafreien Tierhaltung.

NRW hatte als ersten Schritt einen verbindlichen Reduktionsplan zur Verminderung des Antibiotika-Einsatzes um mindestens 50 Prozent in den nächsten drei Jahren gefordert. Außerdem startete NRW diese Woche als erstes Bundesland eine Antibiotika-Datenbank.

Mehr Infos unter:
www.rp-online.de

Mehrere Online-Aktionen fordern Konsequenzen aus dem Antibiotika-Skandalen. Der BUND bittet um Teilnahme an seiner Online-Aktion, in der er die Supermärkte auffordert, gefährliches Hühnerfleisch aus den Läden zu verbannen. Der Bundesverband vertritt zwar die Ansicht, dass die tierquälerische Intensivtierhaltung insgesamt beendet werden muss, dennoch macht der geforderte Verzicht auf den massenhaften Antibiotikaeinsatz Sinn, denn er wirkt der industriellen Tierhaltung entgegen.
Unterzeichnen unter: www.bund.net

Die Organisation Campact fordert in ihrer Online-Aktion eine völlige Neuausrichtung der Agrarpolitik und dass Subventionen nur noch an Landwirte gehen dürfen, die ökologische und soziale Kriterien einhalten.
Unterzeichnen unter: www.campact.de

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Demoaufruf: "Bauernhöfe statt Agrarindustrie" in Berlin

Nach dem Erfolg der letzten Demo wird auch am 21. Januar 2012 wieder eine Demo unter dem Motto "Bauernhöfe statt Agrarindustrie" in Berlin stattfinden. Am selben Tag lädt die Bundesregierung im Rahmen der Grünen Woche in Berlin erneut zum Internationalen Agrarministergipfel ein. Die Forderungen sind u.a. Subventionen an soziale, ökologische und Tierschutz-Kriterien zu binden und Spekulationen mit Lebensmitteln und Exportsubventionen zu beenden. Auch der Bundesverband ist dabei.

Alle Informationen und der Demo-Aufruf zum Unterzeichnen unter:
www.wir-haben-es-satt.de

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Österreich: Wildtierverbot in Zirkussen bleibt bestehen

Am 21.Dezember 2011 entschied der österreichische Verfassungsgerichtshof (VfGH), dass das bestehende Wildtierverbot für Zirkusse im Einklang mit der Verfassung steht und aufrecht erhalten bleibt. Zum Hintergrund: Im Jahr 2004 wurde im Tierschutzgesetz der Auftritt von Wildtieren österreichweit verboten. Der größte europäische Zirkus, Circus Krone, sah darin einen unzulässigen Eingriff, u.a. in sein Recht auf Erwerbsfreiheit und klagte gegen das Haltungsverbot – ohne Erfolg. Der VfGH erkannte zwar tatsächlich einen Eingriff in die Rechte des Betreibers, sah diesen jedoch als gerechtfertigt an. In der Entscheidung heißt es, dass der Tierschutz heute ein anerkanntes und bedeutsames öffentliches Interesse hätte. Das Urteil bestätigt die fortschrittlichste Regelung zum Schutz von Tieren in Zirkussen. In Deutschland scheiterte indessen ein SPD-Antrag zur Umsetzung des Bundesratsbeschlusses für ein Verbot der Wildtierhaltung in Zirkussen am 14.Dezember wiederum am Widerstand von CDU/CSU und FDP.

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NRW plant Reform des Landesjagdgesetzes

NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) will noch dieses Jahr den Entwurf für ein neues ökologisches Landesjagdgesetz vorlegen, in dem der Natur- und Tierschutzgedanke stärker als bisher berücksichtigt wird. Unter anderem steht der Katalog der "jagdbaren Arten" auf dem Prüfstand.  Dies könnte die erbarmungslose Jagd auf den Fuchs und andere Beutegreifer endlich beenden. Verboten werden sollen auch die Fallenjagd und die Jagdhunde-Ausbildung an lebenden Tieren. Der Referentenentwurf wird voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte  vorliegen.

Mehr Infos unter:
www.lz.de
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Sexueller Missbrauch von Tieren: Demo und Unterschriftensammlung

Sexueller Missbrauch von Tieren ist kein Einzelfall. Im Internet werden Tiere auf kommerziellen und privaten Internet-Seiten als begehrte Sexualobjekte gehandelt. Der Missbrauch ist in Deutschland nicht verboten. Jeder kann seine sexuellen Bedürfnisse straflos am Tier ausleben. Denn das Recht der Tiere beginnt heute erst dort, wo der Mensch ihnen "erhebliche Schmerzen, Leiden oder Schäden" zufügt. Sind diese nicht eindeutig beweisbar, so liegt kein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz vor. Die Initiative tierleid.org organisiert am Samstag, den 24. März 2012, eine Demo gegen die sogenannte Zoophilie in Köln (Zeit: 12:00-15:00 Uhr. Ort: Rudolfplatz Westseite, Hahnentorburg). Dazu hat sie einen filmischen Demoaufruf online gestellt und bittet um die Sammlung von Unterschiften.

Diese und weitere Informationen zum sexuellen Missbrauch von Tieren finden Sie unter: www.tierrechte.de

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Zajac startet Welpen-Verkauf

Trotz monatelanger Proteste von Tierschützern startet Tiergroßhändler Norbert Zajac ab dem 20. Januar den Verkauf von Hundewelpen. Die ersten 23 Hundewelpen kommen heute beim "Größten Zoofachgeschäft der Welt" in Duisburg-Neumühl an. Neben der grundsätzlichen Kritik am kommerziellen Handel mit Tieren wendet die Tierschutzseite ein, dass die Herkunft der Welpen zweifelhaft sei. Zudem bedeute die Zurschaustellung der Tiere zu viel Stress und die Hunde könnten sich unter den Bedingungen nicht richtig sozialisieren. Der Verkauf von Welpen verführe überdies zu unbedachten Spontankäufen. Zajac schätzt, dass die Welpen schon nach drei bis fünf Tagen verkauft seien.

Mehr Infos unter:
www.derwesten.de

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Termine: Demo: "Bauernhöfe statt Agrarindustrie", VeggieWorld, u.a.

Sonntag, 15. Januar: Vegan-Brunch in Saarbrücken mit Gastreferent
Montag, 16. Januar: Vegan-Stammtisch in Aachen
Samstag 21. Januar Demo: "Bauernhöfe statt Agrarindustrie" in Berlin
Sonntag, 12. Februar: Vegan-Brunch in Saarbrücken mit Gastreferent
Montag, 20. Februar: Vegan-Stammtisch in Aachen
Freitag, 24. Februar: VeggieWorld in Wiesbaden
Samstag, 24. März 2012: Demonstration gegen Zoophilie in Köln

Alle Termine finden Sie unter:
www.tierrechte.de

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