Slideshow Image 1
Slideshow Image 2
Slideshow Image 3
Slideshow Image 4

Newsletter Tierrechte Nr. 01/11 vom 07.01.2011

07.01.2011

Inhalt

  • Baseler Deklaration: PR-Aktion für die tierexperimentelle Forschung
  • Tierversuche: Bessere Förderung von Alternativen gefordert
  • Dioxin-Skandal: Opfer sind Mensch, Tier und Umwelt
  • Pig Business: Einblicke in Abgründe der Fleischindustrie
  • TV-Tipp: Die Affenflüsterer der Stiftung AAP
  • In eigener Sache: Technische Probleme bei Online-Formularen
  • Termine: Demos, Brunch und Weltwoche zur Abschaffung von Fleisch

______________________________________________________

Baseler Deklaration: PR-Aktion für die tierexperimentelle Forschung

Auf einer Konferenz am 29. November in Basel starteten 80 tierexperimentell arbeitende Wissenschaftler eine Informationskampagne, deren zentrale Botschaft ist, dass Tierversuche für die biomedizinische Forschung unverzichtbar seien. Damit reagieren sie auf den zunehmenden Druck der Öffentlichkeit, die Verwendung von Tieren in der Grundlagenforschung zu beschränken.

Hintergrund: In Deutschland und der Schweiz legten Behörden und Gerichte mehrfach nationale Gesetze so aus, dass sie Grundlagenforschung an Primaten verboten. So entschieden Bremer Behörden 2007, die Zulassung des Neurowissenschaftlers Andreas Kreiter für seine Versuche an Makaken nicht zu verlängern. In der Schweiz musste Kevan Martin, der Direktor des Instituts für Neuroinformatik in Zürich, 2006 sein Forschungsprogramm stoppen, nachdem die Züricher Behörden die Zulassung für seine Arbeit an Primaten nicht verlängerten. Die Begründung: Seine Forschungen zur funktionalen Mikrovernetzung an den Gehirnen von Makaken verletze die Würde der Tiere. Zudem sei in naher Zukunft kein praktischer Nutzen für die Gesellschaft zu erwarten.

Auf der Baseler Konferenz demonstrierten die tierexperimentell arbeitenden Wissenschaftler auch ihre Angst vor der neuen EU-Tierversuchsrichtlinie, die 2013 in allen EU-Mitgliedstaaten anzuwenden ist.  Während der zweijährigen Beratungszeit des Richtlinienentwurfs konnten die einschlägigen Forscherkreise durch intensive Lobbyarbeit den Tierschutz im Gesetzentwurf reduzieren. Aus diesem Grund kam beispielsweise das Verbot der Affenversuche nicht durch.

Die Baseler Deklaration ist eine PR-Aktion für die tierexperimentelle Forschung. Die Wissenschaftler wehren sich gegen die Tatsache, dass die tierexperimentelle Forschung eben nicht grenzenlos ist, sondern sich in das gesellschaftliche Wertesystem einordnen muss.
Die Punkte der Baseler Deklaration enthalten außer Selbstverständlichkeiten zusätzlich einen elementaren und zugleich entlarvenden Mangel! Mit keinem Wort bekennen und verpflichten sich die Wissenschaftler dazu, zur Entwicklung neuer und tierleidfreier Forschungsmethoden aktiv beizutragen. Von der Baseler Deklaration geht keine Aufbruchsstimmung, sondern Modergeruch aus.

Hier können Sie sich die Deklaration im Original herunterladen:
www.basel-declaration.org
_____________________________________________________

Tierversuche: Bessere Förderung von Alternativen gefordert

Die steigende Zahl der Tierversuche zeigt, dass die Bundesregierung immer noch kein Gesamtkonzept zur Förderung tierversuchsfreier Verfahren hat. Auch Prof. Dr. Marcel Leist von der Universität Konstanz, der den bisher einzigen Lehrstuhl für Ersatzmethoden zum Tierversuch leitet, beklagt, dass  die Entwicklung alternativer Methoden viel zu wenig gefördert wird. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) verleiht jährlich zwar den mit 50 000 Euro dotierten Ursula-M.-Händel-Tierschutzpreis. Darüber hinaus unterstützt die DFG derzeit aber kein einziges Projekt, das sich hauptsächlich mit Ersatz- oder Ergänzungsmethoden zum Tierversuch beschäftigt. Auch eine jährliche Statistik über die Entwicklung tierversuchsfreier Methoden als Pendant zur Tierversuchsstatistik lässt auf sich warten.

Mehr Infos unter:
www.abendblatt.de

______________________________________________________

Dioxin-Skandal: Opfer sind Mensch, Tier und Umwelt

Der aktuelle Dioxin-Skandal belegt, was wir schon lange wussten: Profitmaximierung und Kostenminimierung des agrarindustriellen Systems gehen zu Lasten der Tiere, des Verbrauchers und der Umwelt. Bisher mussten nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Ministeriumskreisen bundesweit 4709 Betriebe wegen Dioxinverdachts schließen. Betroffen sind überweigend Schweinemastbetriebe. Die Futtermittelproduktion ist in der konventionellen Tierhaltung ein globales Geschäft – und ein lukratives dazu: Obwohl nach EU-Recht verboten, wird mit Dioxin belastetes Öl solange mit unbelastetem gestreckt, bis das Gemisch den Grenzwert für das Ultragift unterschreitet. Statt hohen Entsorgungskosten wird so ein satter Gewinn erzielt. Fehlende Transparenz, die Vielzahl der erlaubten Komponenten und deren undurchsichtige Herkunft und Lieferketten, machen eine effektive Kontrolle der globalen Futtermittelindustrie unmöglich. Als vermeintliche Lösung werden nun wieder Tausende unschuldiger Tieren getötet.

Der Bundesverband appelliert anlässlich des aktuellen Dioxin-Skandals an die Verbraucher, umzudenken und Speisen vorzuziehen, die ganz ohne Tierprodukte auskommen. Denn der beste Tierschutz ist, seinen Speiseplan völlig ohne Eier und Produkte vom Tier auszurichten. Damit dies leichter fällt, hat unser Verband das vegane Rezeptportal Culinaria-Vegan geschaffen.
Alternativen ohne Tierprodukte unter:
www.culinaria-vegan.de

Machen Sie auch mit bei der Online-Aktion des Vegetarierbundes, einem Mitgliedsverein des Bundesverbandes, die Bundesministerin Aigner auffordert, sich gegen die quälerische Intensivtierhaltung und für den Schutz von Mensch und Tier einzusetzen.
Mehr Infos unter:
www.vebu.de

Auch Campact e.V. hat einen Online-Appell an Ministerin Aigner gestartet, der einen grundlegendenden Politikwechsel weg von Agrarfabriken fordert.
Mehr Infos unter:
www.campact.de

Gegen die Missstände in der industralisierten Landwirtschaft wird am 22. Januar ein Bündnis aus 80 Bauern-, Umwelt-, Tierschutz- und Entwicklungsverbänden zu Beginn der Grünen Woche in Berlin demonstrieren.
Mehr Infos unter:
www.tierrechte.de
______________________________________________________

Pig Business: Einblicke in Abgründe der Fleischindustrie

Der aktuelle Film "Pig Business" enttarnt die skandalösen Geschäftspraktiken des weltweit größten Schweinefleischproduzenten Smithfield Foods – einem hochindustrialisierten, tierquälerischen, umweltschädlichen und gesundheitsgefährdenden System.

Der Film steht mit deutschen Untertiteln zur Verfügung unter:
www.youtube.com

______________________________________________________

TV-Tipp: Die Affenflüsterer der Stiftung AAP

Schimpansen, die nächsten Verwandten des Menschen, sind in Zoos und in Zirkusunternehmen eine beliebte Attraktion. Oft werden sie jedoch mehr als schlecht gehalten und sind nach wie vor gefragte Versuchstiere in Forschungslabors. Auch bei Privatleuten, die illegal Schimpansen halten, leider viele dieser Tiere. Die niederländische Stiftung AAP pflegt diese misshandelten Menschenaffen und siedelt sie nach ihrer Genesung in ein großes Freigehege in Spanien um.
Zusammen mit AAP gelang es dem Bundesverband 1999 in letzter Minute den Schimpansen Bobbi und Wilma das Leben zu retten. Nach einer Odysee von Zirkus Universal Renz über den Kuhstall eines Bauunternehmers bis zu einem maroden Tierpark, verfügte die zuständige Behörde die Tötung von Bobbi und Wilma, falls sich kein geeigneter Platz fände. Dr. Christiane Baumgartl-Simons vom Bundesverband gelang es damals, einen Kontakt zu AAP herzustellen. Mittlerweile leben auch diese beiden Schimpansen unter der Sonne Spaniens im Projekt AAP-Projekt Primadomus.
Die 360°- GEO Reportage, die am Samstag, den 8. Januar 2011 um 19.30 Uhr in Arte ausgestrahlt wird, hat die holländischen Affenflüsterer bei ihrer Arbeit begleitet  und bewegende Situationen eingefangen.

Mehr unter:
www.arte.tv

Mehr zu der Geschichte von Bobby und Wilma unter:
www.tierrechte.de

______________________________________________________

In eigener Sache: Technische Probleme bei Online-Formularen

Leider mussten wir feststellen, dass unsere Online-Formulare für eine Fördermitgliedschaft und für Online-Spenden im Dezember wegen technischer Schwierigkeiten nicht funktionierten. Falls Sie das Online-Mitgliedsformular oder -Spendenformular genutzt haben und noch keine Rückmeldung von uns erhalten haben, liegt es daran. Mittlerweile funktionieren die Online-Formulare wieder.
Für uns ist dieser „Ausfall“ gravierend, denn der Weihnachtsmonat ist immer noch die Zeit, in der verstärkt Menschen durch Spenden Gutes tun. Wir entschuldigen uns für die technischen Probleme und freuen uns sehr, wenn Sie den Vorgang wiederholen könnten. Dabei schließen wir aus, dass es zu Doppelbuchungen kommt.

Jeder, der sich nochmal zu einer Mitgliedsschaft oder einer Spende entschließt, wird mit einem kleinen veganen Kochbuch belohnt. Bitte dazu im Nachrichtenfeld des Formulars einfach "Dezember" angeben.

Entschuldigung und vielen Dank ihr Tierrechte-Team

Hier geht’s zum Mitgliedsformular:
www.tierrechte.de

Hier geht’s zum Spendenformular:
www.tierrechte.de
______________________________________________________

Termine: Demos, Brunch und Weltwoche zur Abschaffung von Fleisch

15. Januar 2011: Demo Wiesbaden Pelzfrei!
Mehr Infos unter:
www.tierrechte.de

22. Januar 2011: Demo „Wir haben es satt! Nein zu Gentechnik, Tierfabriken und Dumping-Exporten“
Mehr Infos unter:
www.tierrechte.de

24. - 30. Januar 2011: Weltwoche zur Abschaffung von Fleisch
Mehr Infos unter:
www.tierrechte.de

30. Januar: Vegan Brunch in Saarbrücken
Mehr Infos unter:
www.tierrechte.de

Facebook Twitter You Tube E-Mail schicken

Kostenloser Newsletter

Immer über tagesaktuelle Entwicklungen, Hintergrundinformationen, Pressemitteilungen sowie über Tierrechts-Kampagnen und Mitmach-Aktionen informiert sein.

Jetzt Gratis-Infos bestellen »