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28. Oktober 2013: Soeben veröffentlicht: Tierversuchszahlen 2012 überschreiten 3-Millionenegrenze

Der Trend der Vorjahre setzt sich auch in 2012 fort: Von 2011 auf 2012 stiegen die Versuchstierzahlen um knapp 170.000 auf insgesamt 3.080.727 Tiere an. Wie aus der jetzt veröffentlichten Bundesstatistik des Bundeslandwirtschaftsministeriums hervorgeht, ist der Anteil der Mäuse in 2012 gegenüber dem Vorjahr um knapp 207.000 auf 2.243.469 Tiere angestiegen. Die Maus bleibt damit das am häufigsten verwendete Versuchstier, danach folgen Ratte (418.145), Fisch (166.396),  Kaninchen (97.236) und Schwein (16.310). Auch bei Katzen (2011: 585; 2012: 863) und Hunden (2011: 2.474; 2012: 2.612) ist ein Zahlenanstieg festzustellen. Der Bundesverband Menschen für Tierrechte kritisiert, dass sich auch in 2012 die Trends der letzten Jahre fortsetzten: steigende Zahlen bei gentechnisch veränderten Mäusen (2011: 708.861; 2012: 889.137) und Tiertötungen zur Organentnahme (2011: 838.003, 2012: 892.565). Auch die Grundlagenforschung setze weiterhin auf Tierexperimente (2011: 1.017.935; 2012: 1.138.508). Dies zeige sich auch an den gut 62.000 Tieren, die zu Trainingszwecken in 2012 eingesetzt wurden. Hierbei kamen überwiegend Mäuse und Ratten, aber auch Schweine, Katzen, Hunde und Affen in die Übungen.

„Der erneute Anstieg der Tierversuchszahlen platzt gerade rechtzeitig in die Koalitionsverhandlungen: Die zukünftige Bundesregierung kommt an einem strammen Programm zur Reduktion der Tierversuche nicht vorbei“, so Dr. Christiane Baumgartl-Simons, stellvertretenden Vorsitzende des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte.

Nach Aussagen des Bundesverbandes müsse das zukünftige Regierungsprogramm zur Reduktion der Tierversuche folgende Säulen enthalten:
1. die Einrichtung eines Kompetenzzentrum, das das umfangreiche Wissen zur Prüfung der  rechtlichen Zulässigkeit von Tierversuchen für Behörden und Wissenschaftler vorrätig hält,
2. die Einrichtungen von Lehrstühlen und Professuren für tierversuchsfreie Verfahren zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und
3. einen angemessen hohen Forschungsetat für tierversuchsfreie Verfahren. 

Zur Untermauerung seiner Forderung hat der Bundesverband eine Petition zur Schaffung eines Kompetenzzentrums eingerichtet.

Petition Kompetenzzentrum:  www.tierrechte.de/petition-kompetenzzentrum-statt-tierversuche

Bundesstatistik Tierversuchszahlen 2012:   www.bmel.de


Kontakt: Pressestelle - Stephanie Elsner, Tel.: 05237 - 2319790, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

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