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27. März 2013: Hennen und Eier: Bundesregierung und Verbraucher weiter gefordert

Anlässlich des bevorstehenden Osterfestes verurteilt der Bundesverband Menschen für Tierrechte die bisherige Politik der Bundesregierung zur Hennenhaltung scharf. Zudem begrüßt er den aktuellen Beschluss des Bundesrates, per Kennzeichnungspflicht auf verarbeiteten Lebensmitteln die Haltungsform der enthaltenen Eier herauszustellen. Und er appelliert an die Verbraucher, Gerichte aufzutischen, die ganz ohne Zutaten vom Tier auskommen. Dazu bietet der Verband Rezepte an unter www.culinaria-vegan.de

Der Bundesverband wirft der schwarz-gelben Regierungskoalition vor, dass sie das Leid der Käfig-Legehennen auf Jahrzehnte hinauszögert. Denn vor einem Jahr hat die Bundesregierung den Bundesrats-Kompromiss für das Aus der beschönigend genannten Kleingruppenkäfige Ende 2023 ignoriert sowie die Frist des Bundesverfassungsgerichts zur Neuregelung der Hennenhaltung verstreichen lassen. Damit bleibt jedem Bundesland überlassen, ob die Käfighaltung zur späten Regierungsfrist 2035 verboten werden oder früher. Früher werde jedoch laut Verband kein Bundesland riskieren, da aufgrund der unklaren Rechtslage Klage durch die Kleingruppenhalter drohe.

„Dieses politische Versagen der Bundesregierung müssen in den nächsten 22 Jahren weitere Millionen von Legehennen mit lebenslangem Leid bezahlen. Wenn die Regierungsfraktionen CDU, CSU und FDP jetzt auch der Bundesrats-Aufforderung zur Kennzeichnungspflicht der Eier-Herkunft in verarbeiteten Lebensmitteln nicht nachkommen sollten, kann die Regierung ihren tierschutzpolitischen Offenbarungseid nicht deutlicher demonstrieren“, so Dr. Kurt Simons, Vorsitzender des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte.

Der Bundesverband ruft die Verbraucher auf, nicht erst an der Wahlurne Einfluss zu nehmen. Bereits zum jetzigen Osterfest könne jeder Verbraucher aktiv werden, indem er auf eihaltige Produkte verzichtet. Denn jedes Ei, auch das aus Bio- oder Freilandhaltung, ist mit Tierleid verbunden.

„Ich erinnere daran, dass auf jede sogenannte Legehenne ein männliches Küken kommt, das kurz nach dem Schlüpfen qualvoll getötet wird, nur weil es das falsche Geschlecht hat. 40 Millionen ‘Eintagsküken‘ sterben so jedes Jahr allein in Deutschland, weil sie sich weder zum Eierlegen noch zur Mast eignen. Der beste Tierschutz ist, seinen Speiseplan völlig ohne Eier und Produkte vom Tier auszurichten. Zur Unterstützung hat unser Verband das Rezeptportal culinaria-vegan.de geschaffen. Wie wäre es z. B. Ostern mit ‘Rührei’ ohne Ei, veganem Osterzopf oder einer Ostertorte mit Mais und Paprika?“, so Simons weiter.

Informations- und Rezeptportal: www.culinaria-vegan.de

Beschluss des Bundesrates: Drucksache 191/13

Kontakt: Pressestelle - Stephanie Elsner, Tel.: 05237 - 2319790, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

 

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