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22. Juni 2017: Illegales Tierversuchslabor in Münster: Menschen für Tierrechte fordern Konsequenzen

Nach Ansicht des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte e.V. zeigt das am Mittwochabend bekannt gewordene illegale Tierversuchslabor in der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU), dass die vorhandenen Rechts- und Kontrollvorschriften illegale Tierhaltung und Tierversuche nicht verhindern können. Der aktuelle Tierschutz-Skandal zeige, was nun nötig sei:  eine Aufstockung der Veterinärbehörden, Schwerpunktstaatsanwaltschaften für Tierschutz, die Tierschutz-Verbandsklage sowie harte strafrechtliche Konsequenzen für alle Beteiligten.

Die Stadt Münster und die WWU bestätigten gestern Abend, dass im Keller der Medizinischen Fakultät 77 Mäuse in einem illegalen Tierlabor entdeckt wurden. Das Labor wurde durch einen anonymen Hinweis am Dienstag entdeckt. Das zuständige Veterinäramt ermittelt derzeit, ob es sich in diesem Fall um illegale Tierhaltung handelt oder ob auch illegale Tierversuche durchgeführt wurden. Sechs Mäuse mussten auf Anordnung der Amtstierärztin „wegen ihres schlechten Zustandes“ getötet werden. Die Medizinische Fakultät  hat die nicht genehmigte Haltungseinrichtung sofort geschlossen.

"Nach Bad Nauheim und Jena ist dies der dritte Fall seit 2015, bei dem eine illegale Tierhaltung und schlimmstenfalls nicht genehmigte Tierversuche festgestellt wurden. In solchen ungenehmigten Laboren sind die Tiere den Forschern schutzlos ausgeliefert. Wir erwarten eine lückenlose Aufklärung und harte strafrechtliche Konsequenzen für alle Beteiligten“, kritisiert Christina Ledermann, stellvertretende Vorsitzende von Menschen für Tierrechte.

Nach Ansicht des Bundesverbandes ist es bezeichnend, dass es wieder ein Whistleblower war, der die Behörden informierte. Dies zeige, dass eine Aufstockung der Veterinärbehörden die dringlichste Maßnahme sei. Die Veterinärbehörden müssten so ausgerüstet sein, dass sie Tierversuche zu jedem Zeitpunkt lückenlos überwachen könnten. Aktuell seien die meisten Veterinärämter aber personell unterbesetzt. Hinzu komme, dass in Forschungseinrichtungen oft zeitgleich ähnliche Tierversuche parallel liefen, sodass die Amtstierärzte Verstöße gegen Tierschutzrecht kaum entdecken können und auf Insiderinformationen angewiesen seien.

Weitere entscheidende Maßnahmen, um illegale Tierversuche zu vermeiden, sind nach Ansicht des Verbandes die Einrichtung von Schwerpunktstaatsanwaltschaften für Tierschutz und die Tierschutz-Verbandsklage. Was die beschuldigten Wissenschaftler betrifft, müsste sichergestellt werden, dass diese lebenslang keine Tierversuche mehr durchführen könnten. Zudem müsste ermittelt werden, ob weitere Personen eine Mitschuld an dem Betrieb des illegalen Labors haben.


 

Pressestelle:

Christina Ledermann
Tel.: 0211/16345429
Mobil: 0179/450 46 80
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Menschen für Tierrechte – Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.
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Der Bundesverband Menschen für Tierrechte setzt sich seit seiner Gründung 1982 auf rechtlicher, politischer, wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Ebene für die Anerkennung elementarer Tierrechte ein. Dem Dachverband mit Hauptsitz in Aachen sind über 60 Vereine sowie Fördermitglieder angeschlossen. Seine Stärke liegt im Zusammenwirken von Seriosität, Fachwissen und Lobbyarbeit auf höchster politischer Ebene. Der Verband Menschen für Tierrechte e.V. kämpft gegen jeglichen Missbrauch von Tieren. Er verfolgt den Ausstieg aus dem Tierversuch und das Ende der „Nutztier“-Haltung. Um diese Ziele zu erreichen, ernennt der Verband beispielsweise das "Versuchstier des Jahres", betreibt die Wissenschaftsplattform InVitro+Jobs und setzt sich für eine konsequente Förderung der tierversuchsfreien Forschung und Lehre ein. Weitere Arbeitsschwerpunkte sind die Etablierung der Tierschutz-Verbandsklage, eine tierlose bio-vegane Landwirtschaft sowie die Aufnahme von Tierrechten in die Lehrpläne von Schulen. Der Verband gibt viermal im Jahr das Magazin tierrechte heraus. Neben einem Themenschwerpunkt informiert die Zeitschrift Journalisten, Wissenschaftler, Politiker, Behörden und Verbandsmitglieder über aktuelle Entwicklungen in der politischen Tierrechtsarbeit. Zudem erscheint zweimal monatlich der Tierrechte Newsletter. Der Bundesverband Menschen für Tierrechte ist seit seiner Gründung als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt. Beiträge und Spenden sind steuerlich absetzbar.

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