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2. Dezember 2015: Keine Klimarettung ohne radikale Reduktion des Fleischkonsums

Anlässlich der Weltklimakonferenz in Paris macht der Bundesverband Menschen für Tierrechte darauf aufmerksam, dass jeder mit einer Umstellung auf die klima- und umweltfreundliche vegane Ernährung selbst etwas für die Rettung unseres Planeten tun kann – und muss. Nach einer kürzlich veröffentlichten schwedischen Klimastudie ist eine radikale Reduktion des Fleischkonsums entscheidend, um das Zwei-Grad-Ziel noch zu erreichen. Zudem mahnt der Tierrechtsverband dringend eine Umschichtung der Fördergelder auf klimafreundliche Formen der Landbewirtschaftung an.

Nach einer Studie der Technischen Hochschule Chalmers in Göteborg* reichen die Klimaschutzmaßnahmen in den Sektoren Energie und Verkehr nicht aus, um die fortschreitende Erwärmung der Erde zu bremsen. Um das angestrebte Klimaschutzziel von nur zwei Grad Erwärmung bis zum Ende des Jahrhunderts einzuhalten, sind drastische Einschnitte bei den Treibhausgas-Emissionen nötig.

"Die landwirtschaftliche Tierhaltung ist ein unterschätzter Klimakiller. Nach den Modellen der schwedischen Forscher kann nur ein weitgehender Verzicht auf emissionsintensive Nahrungsmittel wie Rind- und Lammfleisch, Käse und Milch Abhilfe schaffen. Die Klimaschutzmaßnahmen greifen zu kurz, wenn die Landwirtschaft aus dem Emissionshandel ausgeklammert wird. Außerdem müssen ökologische und klimafreundliche Formen der Landbewirtschaftung wie die bio-vegane Landwirtschaft unbedingt stärker gefördert werden", so Christina Ledermann, stellvertretende Vorsitzende des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte.

Die Landwirtschaft wird nach der Studie eine immer größere Rolle bei den Emissionen spielen. Durch die wachsende Weltbevölkerung und den zunehmenden Wohlstand in Ländern der Dritten Welt würden immer mehr Fleisch und Milchprodukte konsumiert. Das treibe den Treibhausgas-Ausstoß der Landwirtschaft in die Höhe. Wenn der Konsum von Fleisch und Milchprodukten auf dem derzeitigen Niveau bleibe, würden sich die weltweiten Emissionen aus der Landwirtschaft von heute 7,1 Gigatonnen CO2-Äquivalenten pro Jahr auf 13 Gigatonnen bis 2070 verdoppeln. Zwei Drittel aller landwirtschaftlichen Emissionen würden, nach Schätzungen der Wissenschaftler, dann auf die Fleischproduktion zurückgehen. Modellrechnungen zu den Effekten einer Ernährungsweise auf die globalen Emissionen der Landwirtschaft ergaben, dass Veränderungen unserer Ernährung, wie eine radikale Reduktion des Fleischkonsums, entscheidend seien, um das Zwei-Grad-Ziel mit hoher Wahrscheinlichkeit zu erreichen.

"In Anbetracht des drohenden Klimakollapses ist die Umstellung unserer Ess- und Lebensgewohnheiten zu einer existenziellen Notwenigkeit geworden. Wer es ernst meint mit der Rettung unseres Klimas muss jetzt umdenken. Mit einer veganen Ernährung mit biologisch erzeugten Lebensmitteln kann jeder einzelne von uns sofort seinen maßgeblichen Beitrag leisten. Am besten Sie fangen noch heute damit an", so Ledermann.

* Fredrik Hedenus (Chalmers University of Technology, Göteborg) et al., Climatic Change, doi: 10.1007/s10584-014-1104-5

Pressestelle: Christina Ledermann, Tel.: 0211/ 16 34 54 29, mobil: 0179/ 450 46 80, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

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