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13. Januar 2016: Grüne Woche: Menschen für Tierrechte fordern neue Ernährungskonzepte und eine radikale Agrarwende

Die Freitag beginnende internationale Landwirtschaftsmesse Grüne Woche steht auch dieses Jahr wieder unter dem Eindruck von Skandalen wie der Ausbreitung multiresistenter Superkeime, der boomenden Intensivtierhaltung, der Gefährdung von Tierschutz- und Verbraucherschutzstandards durch Freihandelsabkommen und den ruinösen Dumpingpreisen für Milch- und Fleisch. Für den Bundesverband Menschen für Tierrechte sind diese Missstände systembedingt. Der Verband fordert neue Ernährungskonzepte frei von tierischen Produkten und perspektivisch eine Wende hin zu einer tierlosen Landwirtschaft.

Kurz vor Eröffnung der Landwirtschaftsmesse wurden Zahlen bekannt, die belegen, dass nicht nur in der Tiermast sondern auch bei den sogenannten Milchkühen massiv Antibiotika eingesetzt werden. Nach Angaben des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) erhalten rund 80 Prozent der „Milchkühe“ in Deutschland Antibiotika. Jede zehnte Behandlung erfolge sogar mit Reserveantibiotika. Gleichzeitig weisen Wissenschaftler vom Forschungsverbund Reset zusammen mit dem Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) einen gefährlichen Superkeim bei einem Menschen in Deutschland nach, der gegen das Antibiotikum Colistin resistent ist. Sie warnen vor einer postantibiotischen Ära, in der lebensrettende Antibiotika nicht mehr wirken. Mit Colistin werden in Deutschland vor allem Schweine und Rinder behandelt, die an schwer verlaufenden Infektionen leiden.

„Die Problematik der fortschreitenden Antibiotika-Resistenzen ist nur ein Beispiel dafür, warum die konventionelle Landwirtschaft kein Zukunftsmodell ist. Doch obwohl die katastrophalen Folgen der tierquälerischen Intensivtierhaltung für Tier, Mensch und Umwelt bekannt sind, setzt die Bundesregierung auf steigende Exporte von Milch und Fleisch. Doch die Bürger haben die Lebensmittel- und Tierschutzskandale satt. Dies werden sie am kommenden Samstag auf der Demo ‘Wir haben Agrarindustrie satt!‘ in Berlin demonstrieren“, so Ledermann.

Nach Aussagen der Tierrechtler stellt die bio-vegane Landwirtschaft ein ethisch sauberes und zukunftsweisendes Gegenkonzept zur herrschenden Tierausbeutung in der konventionellen und biologischen Landwirtschaft dar. In Deutschland gibt es bereits einige Höfe, die seit Jahren bio-veganen Landbau betreiben. Um diese junge Form der Landbewirtschaftung bekannter zu machen, stellt der Verband auf seiner Webseite Informationen zu dieser Form der Landwirtschaft zur Verfügung. „Das Ende der Tierquälerei ist für uns das wichtigste Element. Doch die bio-vegane Landwirtschaft bewirkt noch mehr Gutes: Sie ist die Antwort auf die globale Ernährungskrise, auf Klimakatastrophen, Umweltschäden und multiresistente Keime. Deswegen fordern wir Bundesminister Schmidt dazu auf, endlich eine wirkliche Agrarwende einzuleiten, indem er den Anteil einer boden- und umweltverträglichen Pflanzenproduktion drastisch erhöht. Dies fordern wir auch anlässlich der bevorstehenden Landtagswahlen“, so Christina Ledermann.

Der Verband verlangt jedoch nicht nur von der Politik radikale Maßnahmen. Er ruft auch die Verbraucher auf, ihren Einfluss zu nutzen und sich ethisch und ökologisch verträglich zu ernähren – indem sie auf den Konsum von Produkten vom Tier verzichten.

Informationen zur bio-veganen Landwirtschaft finden Sie hier: www.tierrechte.de

Pressestelle: Christina Ledermann, Tel.: 0211/ 16 34 54 29, mobil: 0179/ 450 46 80, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

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