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11. Oktober 2017: Landtagswahl Niedersachsen: Tierschutzaussagen der Parteien

Welche Parteien verfolgen Trendwenden in der landwirtschaftlichen Tierhaltung und bei Tierversuchen? Unter diesem Fokus hat der Bundesverband Menschen für Tierrechte die Wahlprogramme von CDU, FDP, Grüne, Linke und SPD geprüft. Danach enthält nur das Wahlprogramm der Grünen ein Tierschutzpaket mit konkreten Verbesserungsmaßnahmen. Die SPD konzentriert sich lediglich auf eine nationale Nutztierstrategie. CDU und Linke beschäftigten sich mit einzelnen Tierschutzaspekten in der Landwirtschaft, ein Gesamtprogramm ist jedoch nicht erkennbar. Für die FDP kommt der Tierschutz nur im Zusammenhang mit Jagd und Angeln vor.

Nach Aussagen des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte hat die rot-grüne Landesregierung in dieser Legislaturperiode mit der Einführung der Tierschutz-Verbandsklage, einer hauptamtlichen Tierschutzbeauftragten und einer Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Tierschutz maßgebliche Tierschutzakzente gesetzt, daran muss die zukünftige Tierschutzpolitik nahtlos anknüpfen.

"Eine zukunftsweisende Tierschutzpolitik muss eine artgerechte Tierhaltung in der Landwirtschaft, den Rückgang der Tiere als Lebensmittellieferanten und den Abbau der Tierversuche verfolgen. Hierzu erwartet die Zivilgesellschaft Handlungskonzepte. Diesen Herausforderungen stellt sich leider nur das Wahlprogramm der Grünen", stellt Christiane Baumgartl-Simons, stellvertretende Vorsitzende des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte, fest.

Das mehrseitige Tierschutzprogramm der Grünen beinhaltet vor allem Tierschutzverbesserungen in der Landwirtschaft. Durch Fördergelder sollen die Anbindehaltung von Rindern, die Fixation von Sauen im Deckzentrum und in der Ferkelaufzucht beendet werden. Zudem sollen Transportzeiten zum Schlachthof verkürzt und Schlachtmethoden verbessert werden. Den Abbau der Tierversuche wollen die Grünen durch höhere Fördermittel für die tierversuchsfreie Forschung und eine Preisauslobung fördern. Parallel dazu will die Partei den Tierschutz bei der Genehmigung von Tierversuchsanträgen stärken. Der Tierschutz soll zudem verstärkt in pädagogische Konzepte einfließen.

Die Tierschutzaussagen der SPD konzentrieren sich auf eine verbesserte landwirtschaftliche Tierhaltung, die als "Stall der Zukunft" in einem nationalen Aktionsplan festgeschrieben werden soll. Zu Tierversuchen gibt es keine Aussage. Die Tierschutz-Verbandsklage soll auf Ihre Wirksamkeit überprüft werden.

Die CDU stellt fest, dass die artgerechte Tierhaltung bereits elementarer Bestandteil der Arbeit und Ausbildung auf den Höfen in Niedersachsen ist. Sie spricht sich für Forschung und Entwicklung neuer Tierhaltungssysteme aus, die das Tierwohl fördern.
Die FDP will sich gemeinsam mit Anglern und Jägern für den Natur- und Tierschutz und die nachhaltigen Nutzung von natürlichen Ressourcen einsetzen. Die Liberalen sprechen sich gegen die Tierschutz-Verbandsklage aus.

Die Tierschutzvorhaben der derzeit im Landtag nicht vertretenen Partei Die Linke erstrecken sich auf eine artgerechte Tierhaltung in der Landwirtschaft, verstärkte Kontrollen bei Tiertransporten und einer Bundesratsinitiative für eine Tierzahlobergrenze bei Massentierhaltungen.

"Unser Umgang mit Tieren ist für immer mehr Wähler ein Kriterium bei der Landtagswahl. Umso wichtiger ist es, vor der Wahl einen intensiven Blick in die Wahlprogramme der Parteien zu werfen", schließt Baumgartl-Simons.


Link zu den Wahlprogrammen der Parteien: www.ndr.de

Forsa-Umfrage "Mehrheit gegen Tierversuche!"

Forsa-Umfrage "Bevölkerung will raus aus der Massentierhaltung!"

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Der Bundesverband Menschen für Tierrechte setzt sich seit seiner Gründung 1982 auf rechtlicher, politischer, wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Ebene für die Anerkennung elementarer Tierrechte ein. Dem Dachverband mit Hauptsitz in Aachen sind über 60 Vereine sowie Fördermitglieder angeschlossen. Seine Stärke liegt im Zusammenwirken von Seriosität, Fachwissen und Lobbyarbeit auf höchster politischer Ebene. Der Verband Menschen für Tierrechte e.V. kämpft gegen jeglichen Missbrauch von Tieren. Er verfolgt den Ausstieg aus dem Tierversuch und das Ende der „Nutztier“-Haltung. Um diese Ziele zu erreichen, ernennt der Verband beispielsweise das "Versuchstier des Jahres", betreibt die Wissenschaftsplattform InVitro+Jobs und setzt sich für eine konsequente Förderung der tierversuchsfreien Forschung und Lehre ein. Weitere Arbeitsschwerpunkte sind die Etablierung der Tierschutz-Verbandsklage, eine tierlose bio-vegane Landwirtschaft sowie die Aufnahme von Tierrechten in die Lehrpläne von Schulen. Der Verband gibt viermal im Jahr das Magazin tierrechte heraus. Neben einem Themenschwerpunkt informiert die Zeitschrift Journalisten, Wissenschaftler, Politiker, Behörden und Verbandsmitglieder über aktuelle Entwicklungen in der politischen Tierrechtsarbeit. Zudem erscheint zweimal monatlich der Tierrechte Newsletter. Der Bundesverband Menschen für Tierrechte ist seit seiner Gründung als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt. Beiträge und Spenden sind steuerlich absetzbar.

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