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Neu: »Vom Versuchstier zur Computermaus«Das Buch mit Beschreibungen der tierverbrauchsfreien Lehrmethoden liegt jetzt auf Deutsch vor (englischer Originaltitel: From Guinea Pig to Computer Mouse). Neben zahlreichen Informationen enthält es auch Artikel und Argumente, warum eine tierverbrauchsfreie Ausbildung nicht nur den Tieren, sondern auch den Studierenden und Lehrenden zugutekommt.
Aktuell: Ausschreibung des »InterNICHE Humane Education Award 2009«InterNICHE, das Internationale Netzwerk für Humane Ausbildung, gibt die Ausschreibung des »InterNICHE Humane Education Award 2009« zur Förderung einer ethischen und effektiven Ausbildung und Praxis der Naturwissenschaften bekannt. Der Preis ist Ende 2009 ausgeschrieben worden, da das Geld vorher nicht zur Verfügung stand. Abgabefrist für Vorschläge ist der 12. Februar 2010.
Ziele Engagierte Studierende und Tierschützer gründeten 1989 den gemeinnützigen, bundesweit arbeitenden Verein SATIS (lat.: »genug«). Im Jahr 2000 schloss sich SATIS als AG dem Bundesverband der Tierversuchsgegner - Menschen für Tierrechte e.V. an.
Das Ziel von SATIS ist zunächst die Einführung einer Möglichkeit für Studierende, ihr Studium unter Berufung auf ihre persönliche Gewissensfreiheit ohne den »Verbrauch« von Tieren durchführen zu können. Hieraus dürfen den Studierenden keine Nachteile entstehen. Als mittelfristiges Ziel wird die Abschaffung sämtlicher Tierversuche und Versuche an Organpräparaten von eigens zu diesem Zweck getöteten Tieren angestrebt. Unter »Tierverbrauch« verstehen wir alle Versuche und Übungen, die mit Schmerzen, Leiden oder Schäden für Tiere verbunden sind, also auch Versuche an eigens zu diese Zwecke getöteten Tieren oder Teilen von ihnen. Statt veralteter Lehrmethoden, für die Tiere ihr Leben lassen müssen, fordern wir die Einsetzung von »tierverbrauchsfreien« Lehrmethoden, die einen respektvollen Umgang mit Lebewesen ermöglichen und gewährleisten.
Arbeitsschwerpunkte
Informationssammlung und -austausch
SATIS ist Kontakt- und Anlaufstelle für Studierende, die im Einklang mit ihrem Gewissen ohne »Tierverbrauch« studieren wollen. Viele wenden sich mit Fragen schon vor der Aufnahme des Studiums an uns. Einmal jährlich findet für alle Interessierten ein bundesweites Informationstreffen statt. Ein Arbeits- und Diskussionsbuch (»Über Leichen zum Examen«) sowie eine Dokumentation (»SATIS-Studie '95«) über den »Tierverbrauch« und den Einsatz von »tierverbrauchsfreien« Lehrmethoden im Studium der Biologie, der Human- und der Tiermedizin an deutschen Hochschulen wurden von SATIS publiziert. Etwa alle zwei Jahre erscheint der »Reader«, in dem Studierende über die aktuelle Situation an ihrer Uni berichten. Über InterNICHE (vormals EuroNICHE), das internationale Netzwerk gegen Tierversuche in Ausbildung und Lehre, ist SATIS auch auf internationaler Ebene tätig. Ein von InterNICHE produzierter Videofilm veranschaulicht die didaktisch hohe Qualität von »tierverbrauchsfreien« Lehrmethoden. Er kann in deutscher Synchronisation im Warenkorb bestellt werden.
Förderung »tierverbrauchsfreier« Methoden
SATIS wirkt an der Entwicklung und Verbreitung von Lehrmethoden mit, die die »tierversbrauchenden« Methoden ersetzen können und zudem die jeweiligen Lehrinhalte weit besser vermitteln. Einige solcher »tierverbrauchsfreien« Lehrmaterialien können zu Demonstrations- und Anschauungszwecken von Interessierten ausgeliehen werden.
Politische Arbeit
Durch gezielte Information und Gespräche mit Politikern aller Parteien wirkt SATIS auch auf politischer Ebene. In den vergangenen Jahren wurden Petitionen an Landtage eingereicht und kleine Anfragen initiiert.
Gerichtliche Auseinandersetzung
SATIS unterstützt Studierende, die auf gerichtlichem Wege versuchen, ihren Anspruch auf ein »tierverbrauchsfreies« Studium durchzusetzen. Im Jahr 1990 gab es das erste positive Urteil in der deutschen Rechtsgeschichte, das die Universität verpflichtete, einer Medizinstudentin, die aus Gewissensgründen nicht an Tierversuchen teilgenommen hatte, Alternativen anzubieten. Studierende anderer Fachrichtungen haben sich in weiteren Prozessen auf dieses Urteil bezogen, doch die Rechtsprechung ist oftmals uneinheitlich, so dass einzelne Studierende schon bis vor das Bundesverfassungsgericht gezogen sind. Nicht immer gehen die Klagen erfolgreich aus, aber nicht zuletzt erregt jede Klage Aufmerksamkeit und kann zu einer Bewusstseinsänderung beitragen.
Aktive Mitarbeit gesuchtJede Form von Unterstützung ist wichtig. Helfen Sie uns bei unserer Arbeit durch Spende, Verbreitung unserer Informationsschriften oder aktive Mitarbeit.
Adresse:
SATIS
Ansprechpartner:
Astrid Schmidt
Fon 03641 - 229 765
eMail: satis@tierrechte.de
www.satis-tierrechte.de
Spendenkonto
Konto Nr. 16 00 79 73
Stichwort SATIS
Sparkasse Aachen
BLZ 390 500 00
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