Im Tiroler Ötztal sollen insgesamt 29 Schweine für ein Lawinenexperiment der Universitätsklinik für Anästhesie Innsbruck lebendig begraben werden. Ziel des genehmigten Experimentes ist es, die Überlebenschancen von Lawinenopfern zu erforschen.
Nach Protesten von Tierschützern wurde das Experiment zunächst abgebrochen. Dennoch mussten zehn »Versuchstiere« bereits sterben. Zwei österreichische Tierschutzorganisationen haben Anzeige erstattet. Die Staatsanwaltschaft Innsbruck nahm nach eigenen Angaben Ermittlungen auf. Die Wissenschaftler drängen dennoch auf Fortführung der Experimente.
Für den Versuch werden die narkotisierten Tiere an Messgeräte angeschlossen und im Schnee vergraben. Manche werden vollständig »verschüttet«. Je nach Größe der Atemhöhle kann es Minuten bis Stunden dauern, bevor der Tod durch Ersticken eintritt. Andere werden bis zum Kopf eingegraben, um einen Erfrierungstod zu simulieren.
Nachdem der Tod eingetreten ist, werden die Tiere zerteilt, Gewebeproben entnommen und ausgewertet. Da sich Mensch und Schwein in Anatomie und Physiologie unterscheiden, und außerdem die reale Situation von Lawinenopfern nicht mit den narkotisierten Schweinen zu vergleichen ist, ist mit relevanten Ergebnissen nicht zu rechnen. Auch die Bergrettung Tirol sieht in dem Experiment keinen Sinn und hat sich von den Versuchen distanziert.
Bitte protestieren Sie (bitte höflich bleiben) gegen diese Tierversuche und fordern die Verantwortlichen auf, die Versuchsreihe endgültig zu stoppen und auch in Zukunft solche Versuche nicht durchzuführen. Falls Sie in Österreich Urlaub machen: Teilen Sie in Ihrem Protestschreiben mit, dass Sie Österreich als Urlaubsland boykottieren, wenn die Versuche fortgeführt werden.
Schicken Sie den Musterbrief (oder eMail), oder besser einen persönlichen Brief, an die unten angegebenen Adressen.
Vielen Dank!
Musterbrief (oder Email):Sehr geehrter Herr___
ich bin schockiert über die Lawinenexperimente mit Schweinen im Tiroler Ötztal. Obwohl die Erkenntnisse aus solchen Versuchen wissenschaftlich höchst fragwürdig sind, werden bei dem Experiment Schweine lebendig im Schnee begraben bis der Tod durch Ersticken oder Erfrieren eintritt. Auch die Bergrettung Tirol sieht in dem Experiment keinen Sinn und hat sich von den Versuchen distanziert.
Ich fordere Sie daher auf, diese Versuchsreihe nicht weiterzuführen und zukünftig keine derartigen Versuche mehr zu machen.
Mit freundlichen Grüßen,
Ihr Vorname, Name
ProtestadressenDr. Peter Paal
Universität für Anästhesie und Allgemeine Intensivmedizin
Anichstraße 35
6020 Innsbruck
peter.paal@uki.at
Dr. Hermann Brugger
Institut für Alpine Notfallmedizin
Drususallee 1/Viale Druso 1
39100 BOZEN-BOLZANO
Fax: +39 0471 055 549
hermann.brugger@eurac.edu
Wissenschaftsminister Johannes Hahn
Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung
Minoritenplatz 5
1014 Wien
Fax: +43 (0)1 53120-9099
johannes.hahn@bmwf.gv.at
Ernst Georg Schöpf
Bürgermeister von Sölden,
Gemeindestraße 1
6450 Sölden
Fax: +43 5254 2225 18
buergermeister@soelden.tirol.gv.at
Amt der Tiroler Landesregierung
Eduard-Wallnöfer-Platz 3
A-6020 Innsbruck
Fax: +43 (0)512 508 2185
post@tirol.gv.at
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