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INHALT:
 |  |  | Tierversuche mit gentechnisch verändertem Mais
|  | Genom des Schweins entschlüsselt
|  | Leben aus dem Labor - synthetische Biologie
|  | Das Gen ist Hundert geworden
|  | Zu diesem Newsletter |
Tierversuche mit gentechnisch verändertem MaisGentechnisch veränderte Pflanzen und Produkte aus ihnen stehen in der Kritik. Viele Menschen lehnen genveränderte Lebensmittel ab. Ein großer Teil der weltweit angebauten Gen-Pflanzen wie z. B. Soja oder Mais landet im Tierfutter. Immer wieder werden Tierversuche mit solchen gemanipulierten Pflanzen gemacht. Nicht nur, dass Tierversuche hinsichtlich der Übertragbarkeit der Ergebnisse auf den Menschen kritisch zu beurteilen und aus ethischen Gründen abzulehnen sind - die Tiere leiden auch durch die Versuche.
Jetzt haben Wissenschaftler eine Studie veröffentlicht, bei der sie im Jahr 2000 und 2001 durchgeführte Versuche mit drei genmanipulierten Maissorten an Ratten erneut analysiert haben. Die Versuche wurden damals im Auftrag des Agrarkonzerns Monsanto durchgeführt, der angab, keine signifikanten Veränderungen bei den Ratten festgestellt zu haben. Doch die aktuelle Analyse ergab eindeutige dosis- und geschlechtsabhängige Nebenwirkungen bei den Tieren, die mit dem veränderten Mais gefüttert worden waren, so zeigten sich z. B. veränderte Blut-, Leber- und Nierenwerte. Die Autoren der Studie gehen von Anzeichen für giftige Wirkungen der gentechnisch veränderten Maissorten aus. Statt jedoch zu fordern, dass diese Sorten nicht angebaut werden, fordern sie weitere Tierversuche.
Die Verbraucher sind also weiterhin gefordert, eine klare Entscheidung zu treffen, welche Lebensmittel sie jetzt und künftig haben möchten.
»A Comparison of the Effects of Three GM Corn Varieties on Mammalian Health«
International Journal of Biological Sciences
Genom des Schweins entschlüsseltNachdem bisher das Erbgut etlicher Tiere - u. a. von Rind und Pferd - entschlüsselt wurde, gab eine internationale Forschungsgruppe im letzten November an, das Erbgut des Schweins entschlüsselt zu haben. Die Wissenschaftler wollen damit neue Behandlungsmöglichkeiten für Krankheiten sowohl bei Schweinen als auch bei Menschen finden. In landwirtschaftlich orientierten Medien ist jedoch auch zu lesen, dass Gene selektiert werden sollen, die für die Schweinefleischproduktion nützlich sein könnten. Die Sequenzierung des Erbguts vom Schwein soll mehr als 24 Millionen US-Dollar gekostet haben.
»Genom des Hausschweins entschlüsselt«
Süddeutsche Zeitung vom 02.11.2009
»Schweinegenom entschlüsselt«
agrarheute.com vom 06.11.2009
Leben aus dem Labor - synthetische BiologieDas Deutschlandradio Kultur befasst sich derzeit mit dem Themenschwerpunkt synthetische Biologie und bringt noch im Januar einige Sendungen dazu. Dabei geht es darum, dass Wissenschaftler lebende Organismen »erschaffen« wollen. Viele Jahre lang haben sie sie in Einzelteile zerlegt. Statt wie bisher den »Code des Lebens« nur zu lesen, wollen sie ihn nun selbst schreiben und damit Leben nach eigenen Kriterien neu erschaffen.
Weitere Informationen mit Sendeterminen unter:
http://www.dradio.de/dlf/programmtipp/forschak/1077533/
Das Gen ist Hundert gewordenVor gut hundert Jahren führte der dänische Botaniker Wilhelm Johannsen den Begriff »Gen« ein. In der Zeitschrift »Gen-ethischer Informationsdienst« gibt Alexander von Schwerin einen Einblick in neu erschienene und immer noch aktuelle Literatur.
»Das Gen wird 100...«
Gen-ethischer Informationsdienst vom Oktober 2009
Zu diesem NewsletterDie Tiere sind besonders von dem zunehmenden Einsatz der Gentechnik betroffen: Sie werden nicht nur in Tierversuchen durch Genmanipulation missbraucht, sondern sollen künftig als Ersatzteillager, Medikamente produzierende Bioreaktoren oder genmanipulierte Lebensmittellieferanten herhalten. Um diese Entwicklung zu beeinflussen, ist es notwendig, sich in die wissenschaftliche und politische Diskussion einzumischen. Mit diesem Newsletter will der Bundesverband Menschen für Tierrechte dafür nötige Fakten und aktuelle Informationen liefern sowie über Mitmach-Aktionen informieren. Schwerpunkt sind die Gentechnik an Tieren sowie verwandte Techniken wie z. B. Klonen.
Ein Info-Service von
Menschen für Tierrechte -
Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.
verantwortlich: Marion Selig
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