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INHALT:
 |  |  | Patentierung - Wahlprüfsteine für die Bundestagswahl
|  | »Science oder Fiction« - Klonforschung und Klontiere
|  | USA und China: Schweine zur Xenotransplantation
|  | Indien: Gen-Fische zur Lebensmittelproduktion
|  | Zu diesem Newsletter |
Patentierung - Wahlprüfsteine für die BundestagswahlIm Frühjahr 2009 hat Hessen im Bundesrat angeregt, dass sich die Bundesregierung auf EU-Ebene für ein Verbot der Patentierung von Tieren und Pflanzen einsetzt. Doch das Anliegen fand im Bundesrat keine Mehrheit. Eine Revision der EU-Bestimmungen zur Patentierung von Leben ist jedoch dringend notwendig. Die Initiative »Kein Patent auf Leben« und weitere Verbände rufen dazu auf, Politiker und Parteien zur Bundestagswahl anzuschreiben und sie zu den Vorhaben in der kommenden Legislaturperiode hinsichtlich der Patantierung zu fragen. Ein Musterbrief »Wahlprüfsteine für die Bundestagswahl 2009« sowie weitere Informationen sind unter dem unten stehenden Link zu finden.
Wahlprüfsteine Patentierung:
http://www.keinpatent.de/index.php?id=128
Die Abgeordneten Ihres Wahlkreises können Sie finden unter:
http://www.abgeordnetenwatch.de/bundestag-132-0.html
»Science oder Fiction« - Klonforschung und KlontiereEinen umfassenden Überblick über den aktuellen Stand der Klonforschung an Tieren gibt der lesenswerte Artikel »Science oder Fiction« der Tierärztin Dr. Anita Idel im Kritischen Agrarbericht 2009:
»Die Erwartungen, die mit dem Klonen von Tieren geweckt werden, sind auch nach 25 Jahren intensiver und kostspieliger Klonforschung bislang nicht erfüllt worden. Die Bestückung ganzer Tierställe mit Tieren aus nur einem Klon, um die Kosten individueller Fütterung und Behandlung einzusparen, und dies bei gleicher Mastdauer und gleichem Mastendgewicht - diese Hoffnung auf Massenproduktion erbgleicher Tiere bleibt weiterhin Illussion und der Werbung von Forschung und Industrie überlassen.
Denn die Bilanz der Klonversuche ist in jeder Hinsicht ernüchternd: Nicht mehr als 0,5 bis maximal fünf Prozent der geklonten Tiere gelten nach der Auswertung der internationalen Literatur durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) als gesund und unversehrt.
Dennoch haben die Lebensmittelbehörden der USA und der Europäischen Union auf diesen minimalen Ausnahmen ihr Urteil gegründet, Produkte geklonter Tiere seien gesundheitlich unbedenklich und denen nicht geklonter Tiere gleichzustellen. So werden Zufallsbefunde unzulässig verallgemeinert, während die tatsächlichen Ergebnisse der Klonversuche, die 95 bis 99,5 Prozent toten oder geschädigten Klon-Tiere und ihr Leid, ignoriert werden.«
Mehr unter:
http://www.kritischer-agrarbericht.de/fileadmin/Daten-KAB/KAB-2009/Idel.pdf
Informationen des Bundesverbandes zum Klonen:
http://www.tierrechte.de/v20005000.html
USA und China: Schweine zur XenotransplantationObwohl die Xenotransplantation - also die Transplantation von Tierorganen in Menschen - keine wirkliche Chance für betroffene Patienten bietet, geht die Forschung weiter. Vier gentechnisch veränderte Schweine sollen von der US-amerikanischen Harvard-Universität nach China transportiert werden, damit ihre Organe dort in Affen transplantiert werden - eine Tortur für Schweine und Affen.
»US pigs to aid research into transplants«
ShanghaiDaily.com, 04.07.2009
Indien: Gen-Fische zur LebensmittelproduktionIndische Wissenschaftler am Center for Cellular and Molecular Biology (CCMB) in Hyderabad haben Fische gentechnisch so verändert, dass sie schneller wachsen und größer werden. Nach Pressemeldungen könnten die Fische die ersten gentechnisch veränderten Tiere sein, die in die menschliche Lebensmittelkette geraten. Neben ethischen und Tierschutzproblemen ist besonders bedenklich, dass in Indien offenbar kein System zur Regulierung gentechnisch veränderter Säugetiere existiert. In der EU wäre zumindest eine Zulassung erforderlich, um hier gentechnisch veränderte Tiere oder Produkte solcher Tiere auf den Markt zu bringen. Allerdings sind 2007 illegal eingeführte transgene »Zierfische« in Deutschland sichergestellt worden.
»Hyderabad-based CCMB develops GM fish«
FnBnews.com, 04.07.2009
Zu diesem NewsletterDie Tiere sind besonders von dem zunehmenden Einsatz der Gentechnik betroffen: Sie werden nicht nur in Tierversuchen durch Genmanipulation missbraucht, sondern sollen künftig als Ersatzteillager, Medikamente produzierende Bioreaktoren oder genmanipulierte Lebensmittellieferanten herhalten. Um diese Entwicklung zu beeinflussen, ist es notwendig, sich in die wissenschaftliche und politische Diskussion einzumischen. Mit diesem Newsletter will der Bundesverband Menschen für Tierrechte dafür nötige Fakten und aktuelle Informationen liefern sowie über Mitmach-Aktionen informieren. Schwerpunkt sind die Gentechnik an Tieren sowie verwandte Techniken wie z. B. Klonen.
Ein Info-Service von
Menschen für Tierrechte -
Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.
verantwortlich: Marion Selig
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