 |
 |
INHALT:
 |  |  | Bitte mitmachen: Kein Patent auf Tiere und Pflanzen!
|  | Von Mäusen, Menschen und Affen
|  | Xenotransplantation: Zellen vom Schwein in Affen
|  | Lesenswert: Gen-ethischer Informationsdienst online
|  | Zu diesem Newsletter |
Bitte mitmachen: Kein Patent auf Tiere und Pflanzen!Im März hat Hessen im Bundesrat einen Antrag gestellt mit dem Ziel, die Patentierung von konventionell gezüchteten Tieren und Pflanzen in der EU künftig zu verbieten. Nach Informationen von »Kein Patent auf Leben« wollen offensichtlich die FDP sowie das Land Niedersachsen die Verabschiedung des Antrags verzögern. Wird der Antrag nicht vor der Sommerpause verabschiedet, besteht die Gefahr, dass er auch vor der Bundestagswahl im September nicht mehr beschlossen und nach der Wahl nicht mehr aufgegriffen wird.
Bitte schreiben Sie daher an den Ministerpräsidenten Ihres Bundeslandes und fordern Sie weitere Verbesserungen im Antrag sowie die zügige Verabschiedung. »Kein Patent auf Leben« hat weitere Informationen, die Adressen sowie einen Musterbrief im Internet zur Verfügung gestellt:
Infos, Musterbrief und Adressen:
www.keinpatent.de/index.php?id=119
Von Mäusen, Menschen und AffenMäuse sind Menschen doch nicht so ähnlich wie bislang gern behauptet wurde - und damit wurden zahllose Versuche insbesondere auch am Erbgut der Mäuse begründet. US-Wissenschaftler veröffentlichten jetzt, dass sich die Gene von Maus und Mensch etwa zu vier Fünfteln entsprechen.
Die Erkenntnis, dass Maus und Mensch verschieden sind, führte japanische Wissenschaftler zu Versuchen mit Krallenaffen, die sie gentechnisch so veränderten, dass die Tiere grün fluoreszieren, um zu zeigen, dass die Genmanipulation auch bei Affen funktioniert. Die Primaten sollen »bessere Modell-Tiere« als Mäuse abgeben. Die in den Versuchen verwendeten Krallenaffen der Art Weißbüscheläffchen stammen aus Südamerika und wiegen nur etwa 300 bis 400 Gramm. Sie sind vollkommen an das Baumleben angepasst, sind tagaktiv und schlafen nachts in Baumhöhlen. Sie leben in Gruppen von bis zu 15 Tieren mit enger sozialer Bindung.
»Von Menschen und Mäusen«
wissenschaft.de, 27.05.2009
»Leuchtende Primaten«
wissenschaft.de, 28.05.2009
Xenotransplantation: Zellen vom Schwein in AffenIsraelische Forscher haben in künstlich zuckerkrank gemachte Affen Drüsengewebe von Schweine-Embryonen verpflanzt. Die Wissenschaftler wollten damit Bauchspeicheldrüsen von Schweinen in den Affen heranwachsen lassen, um den Diabetes der Affen zu »heilen«. Das Immunsystem der Affen tolerierte das artfremde Gewebe zunächst besser als das Gewebe von erwachsenen Schweinen. Zwei der vier eingesetzten Makaken starben, die anderen beiden überlebten nach Angaben der Forscher »weitgehend beschwerdefrei« für ein Jahr. Das Schweinegewebe produzierte dabei Insulin. Mit der Transplantation von Tierorganen oder -geweben in Menschen soll dem immer wieder thematisierten Mangel an Spenderorganen begegnet werden. Die Deutsche Stiftung Organstransplantation (DSO) stellte jedoch zu Beginn dieses Jahres fest, dass sich durch eine bessere Organisation und bessere Strukturen die Zahl der Spenden in Deutschland verdoppeln ließe (siehe auch Newsletter Gentechnik Nr. 58).
»Rettende Zellen vom Schwein«
Süddeutsche Zeitung, 12.05.2009
»DSO schlägt Alarm: Deutlich weniger Organspenden in 2008?
Pressemitteilung der Deutschen Stiftung Organtransplantation, 14.01.2009
www.dso.de
-> Presseservice
Lesenswert: Gen-ethischer Informationsdienst onlineDer Gen-ethische Informationsdienst befasst sich im Schwerpunkt der Ausgabe 193 vom April mit dem Thema »Linke und Technikkritik im 21. Jahrhundert«. Außerdem sind dort Artikel zu »Landwirtschaft und Lebensmittel«, »Mensch und Medizin« sowie »Politik und Wirtschaft« zu finden.
Gen-ethischer Informationsdienst
Zu diesem NewsletterDie Tiere sind besonders von dem zunehmenden Einsatz der Gentechnik betroffen: Sie werden nicht nur in Tierversuchen durch Genmanipulation missbraucht, sondern sollen künftig als Ersatzteillager, Medikamente produzierende Bioreaktoren oder genmanipulierte Lebensmittellieferanten herhalten. Um diese Entwicklung zu beeinflussen, ist es notwendig, sich in die wissenschaftliche und politische Diskussion einzumischen. Mit diesem Newsletter will der Bundesverband Menschen für Tierrechte dafür nötige Fakten und aktuelle Informationen liefern sowie über Mitmach-Aktionen informieren. Schwerpunkt sind die Gentechnik an Tieren sowie verwandte Techniken wie z. B. Klonen.
Ein Info-Service von
Menschen für Tierrechte -
Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.
verantwortlich: Marion Selig
|
 |
 |