 |
 |
INHALT:
 |  |  | Britische Verbraucher gegen Klonfleisch und -milch
|  | Genmanipulierte Tiere - Kleine Anfrage der Linksfraktion
|  | Klone, Cryo-Brehm und Artenschutz
|  | Klonhunde zur Krebs-Diagnose?
|  | Zu diesem Newsletter |
Britische Verbraucher gegen Klonfleisch und -milchAnfang Juni hat die britische Lebensmittelbehörde eine Studie veröffentlicht zur Frage, wie die britischen Verbraucher zu geklonten Tieren sowie zu deren Produkten wie Milch oder Fleisch stehen. Danach lehnt die Mehrheit der Teilnehmer Klonfleisch, -milch und -eier als Lebensmittel ab und hat Bedenken im Hinblick auf die Sicherheit geklonter Lebensmittel, den Tierschutz und den nicht erkennbaren Nutzen für Verbraucher. Außerdem misstrauen die Teilnehmer den Motiven der Klonforscher. Bei der Studie handelte es sich nicht nur um eine einfache Umfrage. Die Teilnehmer bekamen während zweier Workshops Informationen zum Klonen sowie zu anderen Techniken und Züchtungsverfahren. Die Workshops wurden in England, Schottland, Wales und Nordirland durchgeführt.
Angesichts der noch ausstehenden endgültigen Entscheidung der EU-Lebensmittelbehörde zu Lebensmitteln geklonter Tiere kommt dieser Studie große Bedeutung zu.
Die britische Studie vom 14.05.2008 finden Sie hier:
»Animal Cloning and Implications for the Food Chain«
»Eight 'clone farm' cows born in Britain - and their meat could be on sale in months«
mailonsunday.co.uk, 06.06.2008
Genmanipulierte Tiere - Kleine Anfrage der LinksfraktionDie Fraktion Die Linke im Bundestag hat eine Kleine Anfrage zu »Medizin und Lebensmittel aus gentechnisch veränderten Tieren« gestellt. Hintergrund ist u. a. das erste Medikament aus gentechnisch veränderten Tieren, das vor wenigen Wochen auf den deutschen Markt kam. Dabei handelt es sich um einen Blutgerinnungshemmer, der von genmanipulierten Ziegen der US-amerikanischen Firma GTC Biotherapeutics produziert wird. Sobald die Antworten vorliegen, werden wir darüber im Newsletter Gentechnik berichten.
Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke im Bundestag
Klone, Cryo-Brehm und ArtenschutzImmer wieder wird das Klonen herangezogen, wenn es um bereits ausgestorbene oder bedrohte Arten geht. Doch bislang sind weder die Klon-Techniken etabliert und geklonte Tiere zeigen infolgedessen häufig Missbildungen oder andere Defekte noch ist die Frage beantwortet, was die Erhaltung bedrohter Arten nützt, wenn ihr Lebensraum zerstört ist oder nicht mehr existiert.
Unterdessen entsteht die erste deutsche Gen- und Gewebebank für tiefgefrorenes Zellmaterial von Wildtieren, genannt »Cryo-Brehm«. Dort soll der weltweite Tierbestand dokumentiert und ein »Lebendkompendium für Tiere« dargestellt werden.
»Klonen ist nicht ausgeschlossen«
Zeit online, 02.06.2008
»Klone als Ausputzer des Artenschutzes«
faz.net vom 27.05.2008
»Cryo-Brehm gegründet«
Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik, 27.05.2008
Klonhunde zur Krebs-Diagnose?Seit erstmals 1989 darüber berichtet wurde, dass (zumindest manche) Hunde Krebserkrankungen ihrer Halter »erschnüffeln« können, wird darüber geforscht. Jetzt hat ein koreanisches Biotechnik-Unternehmen aus dem Erbmaterial einer Hündin, die diese Fähigkeit hat und selbst nicht mehr tragend werden kann, vier Welpen »erzeugt«. Jeder Welpe soll über 300.000 Euro wert sein und im Alter von drei Monaten zur Ausbildung als Krebs-Spürhund nach Japan geschickt werden. Wie viele Klon-Versuche unternommen wurden, bis die vier Welpen geboren wurden, geht aus den Berichten nicht hervor.
»Koreanische Firma klont Krebs-Schnüffel-Hunde«
Spiegel online, 17.06.2008
Zu diesem NewsletterDie Tiere sind besonders von dem zunehmenden Einsatz der Gentechnik betroffen: Sie werden nicht nur in Tierversuchen durch Genmanipulation missbraucht, sondern sollen künftig als Ersatzteillager, Medikamente produzierende Bioreaktoren oder genmanipulierte Lebensmittellieferanten herhalten. Um diese Entwicklung zu beeinflussen, ist es notwendig, sich in die wissenschaftliche und politische Diskussion einzumischen. Mit diesem Newsletter will der Bundesverband Menschen für Tierrechte dafür nötige Fakten und aktuelle Informationen liefern sowie über Mitmach-Aktionen informieren. Schwerpunkt sind die Gentechnik an Tieren sowie verwandte Techniken wie z. B. Klonen.
Ein Info-Service von
Menschen für Tierrechte - Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.
verantwortlich: Marion Selig
|
 |
 |