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INHALT:
Gen-Mäuse und kein Ende
Gefährliche Gentherapie
Transgene Ziegen produzieren Nervengas-Gegengift
China klont Kaninchen
Zu diesem Newsletter
Gen-Mäuse und kein EndeAllein in Deutschland werden jedes Jahr Hunderttausende genmanipulierte Mäuse in Tierversuchen eingesetzt. Auch im Ausland wird ausgedehnte Forschung an gentechnisch veränderten Mäusen betrieben. Doch abgesehen von den ethischen Fragen, die die gentechnische Veränderung von Tieren mit sich bringt, ist der Nutzen solcher Experimente höchst zweifelhaft. Denn wie soll es Diabetes-kranken Menschen helfen, wenn die »fetteste Maus der Welt, die fünf Mal mehr wiegt als herkömmliche Artgenossen« immun gegen Diabetes ist? Oder was nützt die Erkenntnis, dass genveränderte zwangskranke Mäuse, die »eine Art Putzwut« entwickeln und sich selbst wund lecken, durch bereits bekannte und beim Menschen eingesetzte Medikamente behandelt werden können? Und ob genmanipulierte »Schizophrenie-Mäuse« bei der Behandlung dieser Krankheit, für die viele Ursachen diskutiert werden, weiterführen, ist mehr als fraglich.
»Dickste Maus der Welt immun gegen Diabetes«
pressetext austria, 24.08.2007
http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=070824023
»Forscher züchten zwangskranke Mäuse«
berlinonline.de/Berliner Zeitung, 23.08.2007
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/print/wissenschaft/680128.html
»Gentechnisch veränderte Mäuse sollen Schizophrenie-Rätsel lösen«
pressetext austria, 06.08.2007
http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=070806004
Gefährliche GentherapieEnde Juli verstarb in den USA eine Frau, die an einer Gentherapie-Studie teilgenommen hatte. Dabei waren ihr als sogenannte Genfähre (Träger des Gens, welches eingeschleust werden soll) gentechnisch veränderte »adenoassoziierte Viren« (AAV) verabreicht worden. Es sei noch unklar, ob der Tod der Frau mit der Gentherapie in Zusammenhang stehe, so die amerikanische Zulassungsbehörde FDA.
Unterdessen liegen Ergebnisse aus Tierversuchen mit Mäusen vor, dass solche Genfähren-Viren Krebs auslösen können. 33 bis 56 Prozent der Mäuse, die AAV erhalten hatten, erkrankten an Leberkrebs. Doch wie weit sich die Ergebnisse auf den Menschen übertragen lassen, sei noch unklar, so einer der beteiligten Wissenschaftler ...
»Therapie-Viren können Krebs erzeugen«
berlinonline.de/Berliner Zeitung, 27.07.2007
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2007/0727/wissenschaft/ 0055/index.html
»Tod nach Kniebeschwerden«
FAZ.net, 10.08.2007
http://www.faz.net/s/ Rub268AB64801534CF288DF93BB89F2D797/ Doc~E79BF6232DF894A80920F56D3A7CFEC49 ~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Transgene Ziegen produzieren Nervengas-GegengiftDie US-amerikanische Firma PharmAthene aus Annapolis, Maryland, entwickelt und vertreibt nach eigenen Angaben Medikamente gegen biologische und chemische Waffen. Jetzt hat PharmAthene Ziegen gentechnisch so verändert, dass die Tiere in ihrer Milch eine Substanz ausscheiden, die gegen Nervengifte wie die chemischen Kampfstoffe Sarin oder VX wirksam sein soll. Das Unternehmen erhielt dafür über 200 Millionen Dollar vom US-amerikanischen Verteidigungsministerium. Die Frage bleibt, ob nicht eine hohe Verfügbarkeit des Gegengifts einen Giftgas-Angriff wahrscheinlicher macht.
»Nerve gas antidote made by goats«
British Broadcasting Corporation, UK, 24.07.2007
http://news.bbc.co.uk/2/hi/science/nature/6912807.stm
China klont Kaninchen
Chinesische Wissenschaftler in Schanghai haben erstmals ein Kaninchen aus den Zellen eines Kaninchen-Embryos geklont. Das weibliche Tier ist am 12. Februar 2007 zur Welt gekommen und soll offenbar vor allem Prestige- Zwecken dienen. So gab der Direktor des chinesischen Zentrums für Biotechnologie-Entwicklung an, dass China die Klon-Ergebnisse aus den Top-Laboren dieser Welt reproduzieren könne, es aber an weiteren »Original-Kreationen« ,wie z. B. diesem Klon-Kaninchen, fehle.
»Cloned rabbit fine five months after birth«
People's Daily Online, China, 24.07.2007
http://english.people.com.cn/90001/90781/90878/ 6222372.html
Zu diesem NewsletterDie Tiere sind besonders von dem zunehmenden Einsatz der Gentechnik betroffen: Sie werden nicht nur in Tierversuchen durch Genmanipulation missbraucht, sondern sollen künftig als Ersatzteillager, Medikamente produzierende Bioreaktoren oder genmanipulierte Lebensmittellieferanten herhalten. Um diese Entwicklung zu beeinflussen, ist es notwendig, sich in die wissenschaftliche und politische Diskussion einzumischen. Mit diesem Newsletter will der Bundesverband Menschen für Tierrechte dafür nötige Fakten und aktuelle Informationen liefern sowie über Mitmach-Aktionen informieren. Schwerpunkt sind die Gentechnik an Tieren sowie verwandte Techniken wie z. B. Klonen.
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