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 Liebe Leserinnen, liebe Leser,
auf die letzte Ausgabe unserer Zeitschrift tierrechte mit dem Schwerpunktthema Milchkühe haben wir viele positive Reaktionen bekommen. In der Zeit der Großen Koalition, der bis auf wenige Ausnahmen der Wille fehlt, Tierschutz und Tierrechte weiterzuentwickeln, suchen viele unserer Mitglieder nach Möglichkeiten, in ihrem eigenen Umfeld Veränderungen zugunsten der Tiere auf den Weg zu bringen. Deswegen stellen wir Ihnen auch im vorliegenden Heft einige Beispiele solcher Einzelinitiativen vor, verbunden mit der Hoffnung, dass diese zur Nachahmung anregen.
Auf dem Gebiet der Tierversuche besteht eine unserer Kernforderungen darin, dass seitens der Politik endlich die Entwicklung tierversuchsfreier Verfahren nachhaltig gefördert wird und dass Industrie und Forschung stärker in die Pflicht genommen werden. Das vorliegende Heft gibt einen Überblick über die derzeitige Situation sowie unsere laufenden Aktivitäten und die anstehenden Projekte.
Die Landtagswahlen in Bayern im September dieses Jahres sind der Auftakt für das kommende Jahr mit weiteren Landtagswahlen, der EU-Wahl und schließlich der Bundestagswahl. Wir werden wie immer im Vorfeld zu Wahlen unsere Kernforderungen an die Parteien formulieren und für unsere Mitglieder aufbereiten. Wir werden aufzeigen, welche Parteien den Mut und politischen Willen zeigen, konkrete Verbesserungen für die Tiere auf den Weg zu bringen. Derzeit sitzt in der Bundesregierung ein für Tierschutz zuständiger Landwirtschaftsminister, der eher den Lobbyisten aus Landwirtschaft und Industrie zuarbeitet und dies mit der Notwendigkeit der Harmonisierung auf EU-Ebene begründet. Die Tiere brauchen aber einen politischen Repräsentanten, der Zeichen setzt, neue Wege geht und auch bereit ist, innerhalb der EU an die Grenzen des Machbaren zu gehen.
Die politische Konstellation ist derzeit so, dass auch eine vermeintlich kleine Zahl von Stimmen das berühmte Zünglein an der Waage sein kann. Fragen auch Sie Ihre Kandidaten in den Wahlkreisen, was die Tiere von ihnen zu erwarten haben, geben Sie diese Antworten und Informationen an uns weiter und dann lassen Sie uns gemeinsam in den kommenden Monaten die richtigen Konsequenzen ziehen und unsere Stimmen nur denen geben, die dies durch Mut und Tatkraft im Sinne der Tiere auch verdienen.
Herzlichst Ihr
Kurt Simons
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