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 Liebe Leserinnen und Leser,
ist Milch wirklich eines der wertvollsten Lebensmittel, wie uns die Marketing-Gesellschaft der Agrarwirtschaft CMA weismachen will?
In dem vorliegenden Heft unserer Zeitschrift tierrechte greifen wir ein Thema auf, welches auch in unseren Reihen noch nicht die Aufmerksamkeit hat, die es verdient. Wir wollen damit unseren Lesern und Mitgliedern Anregungen zum Nachdenken über die eigene Lebensweise geben. Die Veränderung des eigenen Verhaltens kann entscheidend zu einer Verbesserung der Situation der Tiere beitragen - wenn es genügend Menschen sind, die sich im täglichen Leben für Produkte ohne Tierleid entscheiden. Wie bei der Ausgabe zum Thema »Vegane Lebensweise« wird es auch diesmal wieder Reaktionen geben, die uns vorwerfen, mit unseren Forderungen zu weit zu gehen, so wie es anderen nicht weit genug sein wird.
Zu den Aufgaben unseres Verbandes gehört jedoch nicht nur die politische oder rechtswissenschaftliche Arbeit, sondern wir sehen uns auch in der Verantwortung, unseren Mitgliedern und Mitstreitern Möglichkeiten zur Verbesserung aufzuzeigen.
Gerade in Zeiten, in denen es auf politischer Ebene anscheinend nur noch um Machterhalt geht, in denen Bundesminister Seehofer mit seiner »Legehennen«-Verordnung den Willen der Bevölkerungsmehrheit und den Verfassungsrang des Tierschutzes mit Füßen tritt und Minister Ehlen in Niedersachsen per Erlass noch »einen draufsetzt«, indem er die reale Fläche für die Hennen nochmals einschränken will, müssen wir Wege aufzeigen, wie wir alle uns jeden Tag gegen diese Tendenzen wehren können.
Für den 1. Juni diesen Jahres ruft die CMA wieder den »Internationalen Tag der Milch« aus.
Mit der vorliegenden Ausgabe der Zeitschrift tierrechte wollen wir einen Gegenakzent setzen und ein Bewusstsein dafür schaffen, was es für die Kühe bedeutet, zu »Milchkühen« gemacht zu werden.
Jeder Einzelne von uns kann einen Beitrag leisten, einen ersten oder weiteren Schritt in die richtige Richtung gehen, Veränderungen einleiten. Lassen Sie uns gemeinsam beginnen!
Herzlichst Ihr
Kurt Simons
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