|
 Liebe Leserinnen, liebe Leser,
zu Beginn der ersten Ausgabe unseres Magazins tierrechte in diesem Jahr bietet es sich an, einen möglichen Ausblick auf die kommenden Monate zu werfen. Auf den ersten Blick drängen sich da eher düstere Prognosen auf. Die neue »Legehennen«-Verordnung von Bundesminister Horst Seehofer und das Bundesverwaltungsgerichtsurteil zum Schächten vom vergangenen November stellen massive Rückschritte dar, die sich selbst Pessimisten in unseren Reihen nicht vorstellen wollten.
Aber es gibt auch deutliche Lichtblicke:
In Rheinland-Pfalz gehen Ministerpräsident Kurt Beck und Umweltministerin Margit Conrad den mutigen Schritt und leiten eine Normenkontrollklage gegen die neue Verordnung für Hennen ein.
In München und Berlin werden Anträge auf Tierversuche an Affen von den Behörden nicht genehmigt.
In der Ukraine setzen Hochschullehrer und Wissenschaftler Zeichen und erklären sich bereit, statt Tierversuche in der Ausbildung tierversuchsfreie Verfahren einzusetzen. Wenige Wochen später gelingt es einer Gruppe engagierter Studentinnen in Mainz, die Professoren dazu zu bewegen, künftig auf Rattenversuche im Physiologie-Praktikum zu verzichten.
Und die EU-Kommission, sonst nicht gerade ein Vorbild, was die Anerkennung von Tierrechten angeht, stellt das Verfahren gegen das österreichische Verbot der Haltung von Wildtieren in Zirkussen ein.
Lassen Sie uns diese und die anderen in unserem Heft aufgezeigten positiven Signale als Motivation nehmen, in unserem Streiten für die Durchsetzung der Rechte der Tiere nicht nachzulassen. Gerade in vermeintlich schweren Zeiten ist es wichtig, mit unseren Forderungen nicht zurückzustecken.
Deswegen rufen wir Sie alle auf, am 21. April des Jahres nach München zu kommen und mit uns und unseren Freunden von animal 2000 in München gegen die Tierversuche an Affen und für ein generelles Verbot der Tierversuche zu demonstrieren.
Wir freuen uns auf Ihre Unterstützung, sie ist nötiger denn je zuvor.
Mit herzlichen Grüßen
Ihr
Kurt Simons
|