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Ausgabe
Artikel
»tierrechte« August 2003

Seite 3: Fluffy Toys - Plüschtiere gegen Tiertransporte








Eine Aktion für Tiere und Kinder

Mit einem neuen Vorschlag zur Verschärfung der Vorschriften hat die EU-Kommission Mitte Juli auf die wiederholten Berichte über unerträgliche Strapazen und Misshandlungen der Tiere auf den Transporten quer durch Europa reagiert. Die erhoffte Abkehr von Langstreckentransporten ist jedoch nicht vorgesehen. Der Bundesverband will nun zusammen mit seinen europäischen Partnern in der European Coalition for Farm Animals Einfluss auf die endgültige Entscheidung der EU-Agrarminister nehmen und maßgebliche Verbesserungen erreichen. Dazu brauchen wir Ihre Hilfe!

Machen Sie mit bei der geplanten Aktion für Tiere und Kinder! Wir freuen uns über Vereine, aber auch Einzelpersonen, die sich beteiligen.

Und so sieht die Aktion aus: Sie bestellen in unserer Geschäftsstelle in Aachen »niedliche« Plüschtiere, mindestens 1 Sortiment von 20 Tieren: Kühe, Schweine, Schafe, Pferde, Hühner, Enten und Kaninchen (Bestelladresse siehe unten). Diese Tiere bekommen Anhänger - ebenfalls von uns - mit der Aufschrift: Stoppt Langzeit-Tiertransporte! Bei Infoständen, Straßenaktionen, Tierheimfesten lassen Sie die Anhänger der Plüschtiere von Besuchern und Passanten unterschreiben, eventuell mit einer zusätzlichen kurzen Meinungsäußerung zum Thema. Der Schwerpunkt dieser Aktion könnte z. B. in die Zeit um den Welttierschutztag (4. Oktober) fallen.



Bis Ende Oktober schicken Sie die Plüschtiere mit den unterschriebenen Anhängern an unsere Geschäftsstelle zurück. In zahlreichen europäischen Ländern werden ebenfalls solche Aktionen durchgeführt. Zusammen mit den vielen anderen in ganz Europa »beschrifteten« Tieren überreichen wir die hier in Deutschland gesammelten Tiere Mitte November in einer spektakulären Aktion den in Brüssel tagenden Agrarministern, um sie daran zu erinnern, dass die Menschen in Europa keine quälerischen Tiertransporte wollen.

Anschließend nehmen wir einen Großteil der Tiere wieder mit und übergeben sie in der Vorweihnachtszeit bedürftigeren Adressaten: Kindern in Kinderheimen bzw. Kinderschutzorganisationen. Dabei erklären wir ihnen - in kindgerechter Weise - den Sinn der Aktion und sensibilisieren sie so für das Schicksal der so genannten Nutztiere.

Gefällt Ihnen die Aktion? Die Plüschtiere warten schon auf Sie!

Hannelore Jaresch Pedro de la Fuente



 Zum Bestellen der Plüschtiere werden Sie sich an:

Menschen für Tierrechte - Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.
Roermonder Straße 4a
52072 Aachen
Fax 0241 - 15 56 42
eMail: info@tierrechte.de
Oder rufen Sie einfach an: Fon 0241 - 15 72 14
Frau Romy Liessem freut sich über Ihren Anruf!
Geschäftsstellenzeit: Mo - Fr: 9 - 12 Uhr

Sie bekommen 1 Sortiment von 20 Plüschtieren für 10 Euro zzgl. Porto und Verpackung. Da der Selbstkostenpreis für die 20 Tiere bei 45 Euro liegt, sind wir aber für jegliche weitere finanzielle Unterstützung dankbar. Aus organisatorischen Gründen geben wir nur komplette Sortimente à 20 Tiere ab. Sollten Sie nur Anhänger, ohne Plüschtiere, bestellen wollen, um diese unterschreiben zu lassen, so ist dies auch möglich (kostenfrei).


 Die wichtigsten Vorschriften der neuen Verordnung

Künftige Transportdauer für alle Tiere: 9 Stunden (bisher je nach Tierart zwischen 19 und 29 Stunden), dann 12 Stunden Pause, ehe die Reise weitergeht. Das bedeutet in der Praxis eine deutliche Verlängerung. Dauerte z. B. ein Rindertransport bisher 29 Stunden, wären dies künftig 65 Stunden (9 + 12 + 9 + 12 + 9 + 12 + 2).
Während der Pausen sollen die Tiere nicht abgeladen werden, sondern auf dem LKW bleiben. Dadurch soll der Stress beim Be- und Entladen entfallen. In der Enge des LKW nehmen aber nicht alle Tiere Futter und Wasser auf. Die Temperaturregelung ist problematisch und es kann vor allem bei Schweinen zu Rangkämpfen und Verletzungen kommen.
Weitere Einzelbestimmungen können zu besseren Transportbedingungen führen. Viel wird jedoch von den Kontrollen abhängen.
Die neuen Regelungen müssen nicht erst in nationales Recht umgesetzt werden, sondern sind unmittelbar bindend.

Die EU-Kommission hat wieder einmal nicht gewagt, Tiere nur so weit transportieren zu lassen, dass sie keine langen Pausen brauchen. Die Gefahr, dass die Mehrheit der EU-Agrarminister dies ablehnen würde, schien ihr offenbar zu hoch. Schon die aktuellen Vorschläge gehen vor allem den südlichen Mitgliedsländern zu weit.



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Vom Auszug der Tiere aus der Manege
Menschen für Tierrechte - Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.
Diese Seite generiert am 11. September 2010
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